Albert Fassbender

Albert Fassbender

SS-sturmbannführer der Reserve Waffen-SS



SS - 125 979 (stupio na prosinac 01.02.1933 r.).
Ne NSDAP - 1 772 699 (ušao je u proljeće 1933.).

Rođen - 1897/06/30 r U Saarbeücken.
Umro je - u 1964.

Promocije:
1934/11/09 - SS-untersturmführer
1938/09/15 - SS-obersturmführer
1939/09/13 - SS-hauptsturmführer
1940/03/01 - SS-hauptsturmführer dR
20/04/1941 - SS-sturmbannführer dR
(Promocija u čin SS-obersturmbannführer odbio H. Himmler, ne znam razloge odbijanja)

Karijera:
dobrovoljac za vrijeme Prvog svjetskog rata
1920 - 1924 - član Freikorpsa Rossbach, sudionik u neuspjelom puču u Münchenu 1923. godine.
1925 je bio pastorak poznatog proizvođača čokolade Nelsen Fassbender
1933/09/11 - sudjeluje u stare boraca u Münchenu
1934 - časnik u SS-Abschnitt III i SS-Totenkopf-Reiter-Standarte 1
15/12/1939 - potpuno odgovornosti Ordonnanz-Offizier SS-Totenkopf-Reiter-Standarte 1
1940 - Zapovjednik tvrtka 6. SS-Kavallerie-pukovnije 1
Bojna zapovjednik SS-Kavallerie-pukovnije 1 (1. SS-Kavallerie-brigade)
1941/06/24 - nakon početka rata s Rusijom, usmjeren je na grani Wehrmachta
1942 - pomoćnik Sepp Dietrich
1942/07/24 - 1942/08/21 - zapovjednik SS-Kavallerie-pukovnije 3 (tijekom formacije) u SS-Kavallerie-divizije
1942/12/01 - przeniiesiony je SS-Führungshauptamt kao stožernog časnika, bio je u poglavlju 3 (konjice i konja prometa) u
Amstsgruppe C
1943/09/20 - 1944/11/14 - usmjeren na 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS "Hanschar" kao šef sekcije transporta
1944/12/11 - časnik Auffrischungsstab 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS "Hanschar"

Die Villa Herz des Schokoladenfabrikanten Faßbender

 

     Der Kommerzienrat Paul Herz wurde 1853 als Sohn des Wilhelm Herz und seiner Frau Cäcilie, geb. Marckwald, in Berlin geboren. Er entstammte einer alten jüdischen Kaufmannsfamilie. Sein Großvater Salomon Herz betrieb 1823 in Berlin eine Getreidegroßhandlung und in Wittenberge an der EIbe eine Rübölmühle, das erste Ölhandelshaus Deutschlands.

 

     Wilhelm Herz gründete 1896 eine Gummiwarenfabrik in Berlin und leitete die Ölmühle. Er saß im Ältestenkollegium der Berliner Kaufmannschaft und wurde 1902 zum ersten Präsidenten der Berliner Handelsgesellschaft gewählt  Er zählte zu den Gründern der Schultheiß-Brauerei,  war Direktor einer Braunkohlenbergwerksgesellschaft und aktives Mitglied der jüdischen Gemeinde. Zu seinem 90. Geburtstag wurde ihm als erstem Kaufmann der Titel "Exzellenz" verliehen. Nach dem Tod des Vaters leitete Paul Herz die Ölmühle. 1889 hatte er Ida Herz, geb. Marckwald geheiratet. Die Ehe blieb kinderlos.

 

     Die Villa Am Großen Wannsee 52-54 wurde 1891/92 von Wilhelm Martens, einem Schüler von Martin Gropius erbaut. Das Anwesen wurde als Sommerwohnsitz genutzt. Erst später gesellten sich Nachbarn dazu: 1913 wurde der gegenüberliegende Arnholdsche Obstgarten bebaut, 1914 die Villa Marlier, die heutige Gedenk- und Bildungsstätte "Haus der Wannsee-Konferenz". Auf dem mehr 13.000 qm großen Anwesen befinden sich Treibhäuser, ein Pferdestall und ein Palmenhaus, in dem die Agave, Palmen und Ananas wachsen und überwinterten, die im Sommer die Terrassen schmückten. Von der Terrasse der Villa Herz aus hatte man besonders schöne Sichtachsen angelegt: der Blick konnte zur Villa Alsen, zum Kaiserpavillon, nach Sandwerder und nach Schwanenwerder wandern. Die Sichtachsen sind heute teilweise durch Zusatzbebauung, Bootseinstellungen auf Nachbargrundstücken und hohe Vegetation versperrt.

 

     1926 kaufte der Schokoladenfabrikant Nelson Faßbender die Villa von Ida Herz. Das Unternehmen war 1863 von Heinrich Faßbender in Berlin zur Herstellung feinster Pralinen gegründet worden. 1905 wurde der Sohn Mitinhaber der Konfitürenfabrik, 1927 Alleininhaber der beiden Firmen in Berlin. Faßbender unterhielt ca. 50 Filialen in Deutschland und hatte 1930 die bedeutendste Firma ihrer Art. Er beschäftigte 300 Arbeiter und Angestellte. 

Nelson Faßbender war im Ersten Weltkrieg Rittmeister der Reserve und wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Nach dem Erwerb der Villa Herz ließ er auf dem Grundstück einen Reitplatz anlegen. Zu Ehren Adolf Hitlers pflanzte er Anfang der dreißiger Jahre im Garten der Villa Herz eine Eiche.

    

     Faßbender verkaufte das Anwesen 1936 an die Deutsche Arbeitsfront, nutzte die Gunst der Stunde und bezog 1937 die "arisierte" Villa des Ehepaars Czapski in der Straße Zum Heckeshorn 1-3, die 1922 für Elsa Sophie Czapski, geb. Oppenheimer, gebaut worden war. Die Familie Czapski musste in die USA emigrieren.

 

     Fortan lebte der Schokoladenfabrikant mit seiner Frau, einer ehemaligen Zirkusreiterin namens Maria Kallweit (1880-1964), die in der Colonie Alsen als nicht gesellschaftsfähig galt, in der Villa Czapski. Seine leiblichen Kinder lehnte Nelson Faßbender ab und schloss sie vom Erbe aus. 1925 adoptierte er seinen Pflegesohn Albert.

 

 

     Albert Faßbender, geb. am 30. Juni 1897 in Saarbrücken, wurde in Berlin durch seinen Pflegevater in seiner rechtsextremen politischen Einstellung bestärkt. Während des Ersten Wehkriegs meldete er sich freiwillig an die Front. 1920-24 gehörte er dem Freikorps Roßbach an, das er mit Waffenbeschaffungen unterstützte, weshalb er mehrere Wochen in Untersuchungshaft saß. Seit dem 1. Februar 1933 war Albert Faßbender SS-Mitglied, bis 1940 stieg er zum Hauptsturmführer der Waffen-SS auf. Im Frühjahr 1933 trat er der NSDAP bei. Albert Faßbender war beim Treffen der "alten Kämpfer" der NSDAP (Sturm auf die Feldherrnhalle 1923) am 9. November 1933 in München zugegen und nahm an Aufmärschen zum Reichsparteitag in Nürnberg 1938 teil. Seine Stammeinheit in Berlin war der SS-Abschnitt. 3, SS-Totenkopf Kav.Rgt. l. Sein Adoptivvater Nelson Faßbender wurde am 1. Mai 1933 Parteimitglied.

 

     Seit 1926 kannte Albert Faßbender seine Braut Editha von Puttkamer (geb. 1903). Sie entstammte einer protestantischen Familie und ließ sich in Berlin zunächst in der renommierten Reimannschule als Modezeichnerin ausbilden. Ab 1933 arbeitete sie als Sekretärin in der Fliegerlandesgruppe Berlin, ab 1935 im Reichskriegsministerium. Als Mitglied der SS hatte Faßbender, der Editha von Puttkamer 1937 „aus wirtschaftlichen Gründen", wie er schrieb, heiraten wollte, beim Rasse- und Siedlungshauptamt um dessen Einwilligung nachzusuchen. Da die Braut laut Fragebogen "arischer Abstammung“, "gesund, kinderlieb" und „sparsam" war, wurde dem Antrag stattgegeben. Das gemeinsame Kind lehnte der SS-Mann ab, seine Frau reichte später die Scheidung ein.

 

     Eugen Kogon schrieb in dem Buch ‚Der SS-Staat’: „Der SS-Sturmbannführer Albert Faßbender: Unbekannter Herkunft, Adoptivkind des Inhabers der berühmten Berliner Schokoladefirma Faßbender, Taugenichts, Säufer, Verschwender. Lernt den Führer der so genannten Reiter-SS, SS-Gruppenführer Fegelein kennen, finanziert ihn, wird Bataillonsführer des 1. Reiter-Regiments und mit Fegelein zusammen einer der schlimmsten SS-Verbrecher in Warschau. Unter anderem "arisiert" er die Pelz-Welt-Firma Apfelbaum zusammen mit der Sekretärin des geflüchteten Vorbesitzers, Slawa Mirowska, von rund 40 Millionen Mark auf 50.000 Mark herunter, schwängert die Geliebte, lässt deren Mann, einen polnischen Offizier, durch Fegelein und die Gestapo verhaften, um ihn wenige Tage später im Einvernehmen mit dem polnischen Weibsteufel, der sich Stunden vorher noch die Vermögens-Generalvollmacht holt, in der Zelle niederzuknallen."

 

     Im Verlauf seiner SS-Karriere – 1942 war er im SS-Führungshauptamt Adjutant von Sepp Dietrich - gab es mehrere Verfahren wegen Verbrechen an der Front wie Plünderungen und Vergewaltigungen sowie Missbrauch der Dienstgewalt und entwürdigende Behandlung der Truppe; in Berlin u. a. wegen Nichtbegleichung von Entschädigungszahlungen und Beamtennötigung, wo sich die Betroffenen letztlich an den übergeordneten Dienstherren Faßbenders wandten. Die Verfahren wurden soweit bekannt sämtlich eingestellt. Sein Antrag auf Beförderung zum Obersturmbannführer wurde von Heinrich Himmler abgelehnt. Nach Kriegsende lebte Albert Faßbender ohne zur Rechenschaft gezogen zu werden und wurde 1964 im Familiengrab auf dem Neuen Friedhof beigesetzt.

 

 

     Nelson Faßbender nahm 1945 die Produktion seiner Schokoladen in der Villa Czapski wieder auf, da die Fabrik in der Lützowstraße in Berlin-Tiergarten zerstört war. Hochbetagt heiratete er kurz vor seinem Tod seine Haushälterin und verkaufte die Villa 1968.

 

     Die Villa Herz wurde nach Kriegsende geplündert, das Rote Kreuz quartierte Flüchtlinge ein, bis die US-Armee dort ein Cafe einrichtete. 1950 übernahm die Gebietskörperschaft Groß-Berlin das Anwesen, das nun als Gästehaus diente. Ende der neunziger Jahre wurde das Gebäude und ein Teil des Gartens als Jugenderholungsheim des Bezirks Berlin-Tiergarten genutzt, das seit 1953 Pächter war. 1972 verpachtete das Bezirksamt Zehlendorf einen Teil des Grundstücks an den Seglerverein Alsen e. V.. 1990 wurde der Garten der Villa Herz als denkmalwert eingestuft. Südlich der Villa entstand 1972 ein eingeschossiger Flachdachneubau als neues Heimleitergebäude, das vormalige Heimleitergebäude wurde das Clubhaus des Seglervereins. Seit mehreren Jahren ist die Villa in Privatbesitz.